Bräune liegt im Trend
Nach dem Ende des I. Weltkrieges kam es in der hellhäutigen Bevölkerung der westlichen Welt zu einem Wandel im Umgang mit der Sonnenstrahlung und in Folge dessen zu einer Veränderung des Schönheitsideals. Während im 19. Jahrhundert ein heller Teint Ausdruck der Zugehörigkeit zu einer sozial gehobenen Klasse war, steht dunkle Hautfarbe seit der Mitte des 20. Jahrhunderts für jung, attraktiv, dynamisch und erfolgreich. Neben der verstärkten Bräunung durch die Sonnenstrahlen (outdoor tanning) gehört der zunehmende Besuch künstlicher Bräunungseinrichtungen (indoor tanning) zu den Merkmalen der Freizeitkultur des ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts
Der Nutzen von Solarien

Der Nutzen von Solarien beschränkt sich auf eine Vorbereitung der Haut auf einen Sonnenurlaub. Durch Solarienvorbestrahlung kann ein beschränkter Eigenschutz (Pigmentierung, Hautverdickung) erzielt werden, der aber nicht überschätzt werden darf. Die Haut eines gut vorgebräunten Europäers (Hautfototyp 3 und 4) entwickelt einen Eigenschutz, der einem Sonnenschutzfaktor 4 bis 6 entspricht. Dieser Schutz ist aber viel zu gering, um sich sorglos an einem südlichen Urlaubsort der Sonne auszusetzen. Sehr empfindliche Menschen (Hautfototyp 1), die am ehesten von einer Abhärtung profitieren würden, bräunen bekanntlich nie. Ihnen wird auch in den neuen Solariennormen von einem Solarienbesuch dringend abgeraten.

Photobiologische Hauttypen der Europäer
HauttypIIIIIIIV
Hauthellhellhellbraunbraun
Haarerötlich bis rotblondblond bis hellbraundunkelblond bis braundunkelbraun
Augenblau, grünblau, grau, braunbraunbraun
Sonnenbrandimmerimmerseltennie
Bräunungnieweniggutimmer
 

Die Sonne und ihre Kraft - Warum wird die Haut braun?


Die Erdatmosphäre und ihre Ozonschicht absorbieren den größten Teil der Sonnenstrahlen. Zu den Strahlen, die zur Erde gelangen, gehören neben den Infrarotstrahlen und dem sichtbaren Licht die ultravioletten (UV) Strahlen A und B.
Die UVA-Strahlen sind für die Bräunung ihrer Haut zuständig. Denn sie bewirken die Bildung des Farbstoffes Melanin in den Pigmentzellen.
Die UVB-Strahlen regen den Organismus zur Herstellung des lebenswichtigen Vitamins D an.
Die UVA- und UVB-Strahlen fördern die Verdickung der Haut. Diese Hautverdickung und Bräune schützt im Zusammenspiel gegen Sonnenschäden.

In der richtigen Dosis tragen Sonnenstrahlen zur Verbesserung Ihrer Gesundheit und zu vermehrtem Wohlbefinden bei!

Wenn die Sonne scheint, hebt sich die Stimmung und die Menschen werden aktiv. Man merkt es besonders im Frühling, wenn nach den dunklen und feucht-kalten Wintertagen die Sonne Körper und Gemüt erwärmt.

Solarien können als Standgeräte eingesetzt werden oder als Sonnenhimmel, zum Träumen und Bräunen.

Die gebräuchlichere Form ist die Bankform, bei der die Liege geschlossen wird, sodaß eine Bräunung auf beiden Körperseiten möglich ist.

Diese Grundstimmung nutzen die Solarien. Die technische Entwicklung der Solarien ist mittlerweile so fortgeschritten, daß bei richtiger Anwendung eine Gefahr für den Menschen nicht besteht. Gute Solarien unterscheiden sehr wohl die richtigen Verhältnisse von UVA- und UVB-Strahlen. Man kann dadurch auch die richtige Mischung für jeden der verschiedenen Hauttypen einstellen.
Um die richtigen Maßnahmen zur Bräunung ergreifen zu können, sollten Sie das Solarium Ihrem Hauttyp entsprechend einsetzen. Zur Bestimmung Ihres Hauttyps und der Eigenschutzzeit Ihrer Haut können Sie hier einen Hauttest starten.

Häufig gestellte Fragen zum Thema "UV-Strahlung" 


Was versteht man unter UV-Strahlung?


Die ultraviolette (UV-) Strahlung ist der energiereichste Teil der optischen Strahlung. Aufgrund ihrer Energie ist UV-Strahlung im elektromagnetischen Spektrum zwischen dem sichtbaren Licht und der ionisierenden Strahlung angesiedelt.

Die UV-Strahlung wird in drei Wellenlängenbereiche eingeteilt: UV-C-Strahlung (100 - 280 nm); UV-B-Strahlung (280 - 315 nm) und UV-A-Strahlung (315 - 400 nm). Je kürzer die Wellenlänge desto energiereicher ist die Strahlung und umso schädigender wirkt sie beim Menschen.

Die wichtigste natürliche UV-Strahlenquelle ist die Sonne. Der UV-Anteil der Sonnenstrahlung, der am Erdboden ankommt, variiert in hohem Maße und ist vornehmlich vom Sonnenstand (geographische Breite, Tages- und Jahreszeit), vom Gesamtozongehalt der Atmosphäre und der Bewölkung abhängig. Durch das Ozon in der hohen Atmosphäre (Stratosphäre) wird die energiereiche UV-C-Strahlung vollständig und die UV-B-Strahlung teilweise zurückgehalten. Ein Teil der UV-B-Strahlung und fast die gesamte UV-A-Strahlung dringen bis zur Erdoberfläche durch.


Ist die UV-Strahlung von Halogenlampen gefährlich?


Das BfS hat kurz nach Einführung von Halogenlampen Untersuchungen zu deren UV-Strahlung und möglichen gesundheitlichen Wirkungen durchgeführt. Bei einigen Halogenstrahlern kam es im Nahbereich zwischen 30 und 60 cm zu UV-Belastungen, die die von der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung (ICNIRP) empfohlenen Richtwerte deutlich überschritten. Inzwischen sind die Hersteller dazu übergegangen, bei Halogenlampen spezielle Glasmaterialien einzusetzen oder vor der Lampe eine UV-Filterscheibe anzubringen, die den schädlichen UV-Anteil ausfiltern. Beim Kauf einer Halogenlampe sollte daher darauf geachtet werden, dass die Lampe einen UV-Filter aufweist. Besonders wichtig ist die UV-Filterung beim Einsatz von Halogenlampen in Körpernähe, z. B. in Schreibtisch- oder Leselampen. 


Gibt es einen Zusammenhang zwischen Ozonwerten und UV-Strahlung?


Das Ozon in der Atmosphäre absorbiert in starkem Maße die kurzwellige UV-Strahlung der Sonne. Eine Ausdünnung der Ozonschicht in der Atmosphäre bewirkt daher grundsätzlich eine Zunahme der UV-B-Strahlung auf der Erdoberfläche.

Eine genaue Vorhersage über die Entwicklung der kurzwelligen UV-Komponenten auf der Erdoberfläche ist wegen der in Punkt 1 genannten komplizierten Zusammenhänge nicht möglich. Insbesondere ist die zukünftige Entwicklung der Ozon-Konzentration in der Atmosphäre nicht absehbar. Nähere Einzelheiten hierzu finden Sie auf der Internetseite der World Meteorological Organisation (WMO).

Das Bundesamt für Strahlenschutz erfasst die Höhe der solaren UV-Strahlung und bewertet die Auswirkungen veränderter UV-Strahlung im Hinblick auf gesundheitliche Risiken. Hierzu wird seit 1993 zusammen mit dem Umweltbundesamt und weiteren assoziierten Institutionen ein UV-Messnetz betrieben, um die UV-Strahlung an mittlerweile 10 verschiedenen Standorten in Deutschland kontinuierlich zu messen. Für die gesundheitliche Bewertung ist neben der Intensität auch die Wellenlänge der UV-Strahlung bedeutsam. Daher wird die UV-Strahlung nach Wellenlängen aufgeschlüsselt gemessen. Die Ergebnisse werden veröffentlicht und es werden Empfehlungen zum Schutz der Bevölkerung daraus abgeleitet. Aufgrund der klimatisch bedingten starken Schwankungen der UV-Exposition am Erdboden wird erwartet, dass erst nach langjährigen Messreihen Trends über die Auswirkungen der Ozonausdünnung in der hohen Atmosphäre (Stratosphäre) auf die UV-Exposition am Erdboden nachgewiesen werden können. 


Welche Wirkung hat die UV-Strahlung der Sonne?


In Maßen genossen, steigert das Sonnenlicht das Wohlbefinden. Daran sind neben der UV-Strahlung vor allem die Infrarotstrahlung und das sichtbare Licht beteiligt. Geringe Mengen an UV-B-Strahlung werden für die Bildung von Vitamin D benötigt.

Im Laufe der menschlichen Entwicklung haben sich in der Haut Schutzmechanismen ausgeprägt: es handelt sich um die durch UV stimulierte Bräunung (die sog. Melaninbildung) sowie um die Verdickung der obersten Hautschicht, der Hornschicht (Bildung der Lichtschwiele). Die braune Hautfarbe, die von vielen Menschen als Zeichen für gutes Aussehen betrachtet wird, und die Lichtschwiele dienen der Haut als Schutzmechanismen gegen eine Schädigung durch zu viel UV-Strahlung.

Schädlich wirkt die UV-Strahlung hauptsächlich auf die Haut des Menschen und auf das Auge. Es ist jeweils zwischen akuten (sofortigen) und chronischen Wirkungen zu unterscheiden. 


Welche akuten Wirkungen hat die UV-Strahlung beim Menschen?


Eine akute Schädigung der Haut stellt der Sonnenbrand dar. Es handelt sich dabei um eine sichtbare Entzündungsreaktion der Haut, die erst einige Stunden nach der UV-Bestrahlung auftreten kann und nach 6 bis 24 Stunden ihre höchste Ausprägung erreicht. Sonnenbrände können verschiedene Schweregrade aufweisen – von einer leichten Rötung bis hin zu einer schweren Verbrennung.

Weitere akute Hautreaktionen sind Überempfindlichkeitsreaktionen sowie photoallergische und phototoxische Reaktionen. Sie kommen vor allem durch das Zusammenwirken von UV-Strahlung und bestimmten Stoffen wie z. B. Medikamenten, Kosmetika oder pflanzlichen Inhaltsstoffen zustande.

UV-Strahlung kann auch das Auge akut schädigen. Zu nennen sind hier schmerzhafte Hornhaut- und Bindehautentzündungen. 


Ist bei Kindern besondere Vorsicht geboten?


Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass eine Belastung mit UV-Strahlung im Kindes- und Jugendlichenalter mit einem erhöhten Risiko verbunden ist, im Erwachsenenalter Hautkrebs zu entwickeln. Dementsprechend ist vor allem bei Kindern und Jugendlichen auf einen ausreichenden Schutz vor UV-Strahlung zu achten.

Bei Säuglingen und Kleinkindern bildet sich die Lichtschwiele, also der Eigenschutz der Haut, noch nicht aus. Daher sollten sie bis zum Alter von etwa zwei Jahren auf keinen Fall der direkten Sonne ausgesetzt werden. Im Lauf der Kindheit kommt es unter dem Einfluss von UV-Strahlung erst allmählich zur Bildung des Haut-Eigenschutzes. Entsprechend ist auch bei größeren Kindern besondere Vorsicht geboten. Sie sollten im Sommer bei sonnigem Wetter grundsätzlich mit Kleidung, Hut, Sonnenbrille (gekennzeichnet mit „UV400“ oder „100%UV“) und Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor (> 15) geschützt werden. 


Wie kann man sich vor Sonnenbrand schützen?


Grundsätzlich ist ein maßvoller Umgang mit der Sonne angebracht. Dies bedeutet, sich unter Berücksichtigung des UV-Index, des Standortes, des eigenen Hauttyps und der individuellen UV-Empfindlichkeit rechtzeitig vor starker UV-Belastung zu schützen. Das BfS empfiehlt bereits ab einem UV-Index von 3 Schutzmaßnahmen gegen die UV-Strahlung zu ergreifen. Mittags ist die UV-Strahlung am stärksten, daher sollte die Zeit zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten verbracht werden, bei hohen UV-Index-Werten ab 8 sogar im Haus.

Zu beachten ist, dass Schnee, Sand und Wasser die UV-Strahlung reflektieren und eine lockere Bewölkung die Intensität der UV-Strahlung unter Umständen sogar verstärken kann. Daher ist beim Wintersport oder beim Urlaub am Meer besondere Vorsicht geboten.

Draußen schützt am besten die richtige Kleidung. Leichte Hosen und langärmelige T-Shirts sowie eine Kopfbedeckung mit Nackenschutz sind hier angebracht. Auch beim Baden ist dies zu empfehlen (z. B. Badesachen mit UV-Schutz, T-Shirt). Die Augen werden am besten durch eine Sonnenbrille geschützt - gekennzeichnet mit UV400 oder 100%UV und mit Seitenschutz, der das Streulicht abhält. Unbedeckte Körperpartien sollten mit einem Sonnenschutzmittel eingecremt werden, das sowohl im UV-B- als auch im UV-A-Bereich schützt. Das Sonnenschutzmittel sollte mindestens den Lichtschutzfaktor 15 haben - bei Kindern und hellhäutigen Menschen (Hauttyp I und II) noch höher. Es empfiehlt sich, Sonnenschutzmittel rund dreißig Minuten vor einem Sonnenbad großzügig aufzutragen.

Parfüms, Deodorants und Rasierwässer sollten während eines Sonnenbads nicht verwendet werden, da die Haut in Kombination mit UV-Strahlung unter Umständen empfindlich darauf reagieren und sich bleibend verfärben könnte.